Was ist NEURO-TUNING 

Seit zehn Jahren lehre und wende ich EFT (Emotional Freedom Techniques), verschiedene lösungsorientierte Kurzzeitmethoden sowie praktisches Advaita in Kursen und bei individueller, psychologisch-spiritueller Beratung an.

Irgendwann hatte ich einen Klienten, bei dem nichts half, nichts wirkte. Der Mann blieb in seinem Problem, seiner mentalen Verstrickung. Ich war ratlos und wollte ihn schon wegschicken mit dem Hinweis, dass ich ihm wohl, wie viele andere zuvor, nicht helfen könne.                                                                                  Da kam der Impuls, etwas ganz anderes zu tun. Ich erklärte ihm, dass wir jetzt etwas Neues ausprobieren würden, und er willigte ein. Ich legte beide Hände auf den Hinterkopf, hielt dann den Hinterkopf und die Stirn, klopfte danach sehr sanft mit einem Finger die Mitte der Stirn und ließ den Finger dort mit sanftem Druck ruhen. Der Mann wurde sehr still. Einige Minuten saß er mit geschlossenen Augen da und atmete sanft. Schließlich seufzte er erleichtert und teilte mit, dass er nichts mehr finde, kein Problem sei da, das zwanghafte Gedankenkreisen und -drängen wäre weg.

Eine neue Methode war entstanden – eine Methode der energetisch-spirituellen Psychologie. Ich experimentierte mit vielen Klienten. Nun ist es kein Experiment mehr seit 6 Jahren. Somit konnte ich jahrelange Erfahrungen mit Meditationen, den verschiedensten lösungsorientierten Kurzzeit–Methoden, der neuro-linguistischen Programmierung (NLP), der der transpersonalen Psychologie, den Ergebnissen der neuesten Hirnforschung verbinden. Einige hundert Menschen habe ich damit behandelt und in der Methode fast 200 Menschen (in der Schweiz) ausgebildet.    

Beim NEURO-TUNING geht es zuerst darum den Geist zu beruhigen und Stille oder Weite zu erfahren. Ein für viele Menschen seltener Moment. Besonders bei Gedankendrängen, Grübeln, chronischen Sorgen und Ängsten, Panik, Aufmerksamkeitsdefiziten, Konzentrationsstörungen, emotionaler Stress u.v.m.              

Die Stille breitet sich dann im Körper aus und entspannt ihn. Durch die Einstimmungsphase des NEURO-TUNING erfahren die meisten Anwender ein ähnliches Phänomen wie bei einer Meditation: Die Gehirnfrequenz sinkt auf 5 – 8 Hertz, die Einheitsfrequenz. Diese langsame Theta-Frequenz haben Kleinkinder als normalen Zustand und ich bezeichne das als den Eins-sein-Zustand.                              

Die Anwender oder die behandelten Klienten berichten dann von einer Weite, einer Stille, einer Helligkeit, Zeitlosigkeit, Abwesenheit von einem Ich oder Jemand-sein, einer tiefen Ruhe.

Zwei gegensätzlichen Brüdern gleich, vertrugen sich Psychotherapie und Spiritualität bisher selten. Doch heute ist anzuerkennen, dass psychologische Krisen, Konflikte, Störungen auch einen spirituellen Hintergrund haben können oder die wirklichen Ursachen sind: Wandlungs- und Reifeprozesse wie das Ende der psychologischen Kindheit, die Erweiterung und Veränderung der Verhaltens- oder Denkgewohnheiten und letztlich das endgültige Erkennen und Verstehen. Sie können mit individuellen Befürchtungen, Ängsten, Widerständen, Blockaden verbunden sein und somatisiert werden, die mit NEURO-TUNING behandelt werden können – siehe später „der therapeutische Teil“ und „der Selbsterfahrungsteil“.

Bei NEURO-TUNING benutzt man seine Hände. Mit ihnen hält man Partien (Zonen genannt) des Kopfes eines Klienten oder bei sich selbst und klopft sanft auf bestimmte Punkte. Währenddessen kann sich die Tätigkeit des Gehirns verändern – das Denken verlangsamt sich oder es wird ganz still – nicht selten will oder kann der Klient nicht mehr kommunizieren.

In diesem stillen und urteilsfreien Zustand öffnet sich der Zugang zur Intuition und es können sich unbewusste Bedürfnisse, Wünsche und auch Widerstände, Begrenzungen offenbaren, die behandelt werden können.

Was bedeutet die Einheitsfrequenz für uns noch? Beide Gehirnhälften und mehrere Gehirnbereiche schwingen im ähnlichen oder identischen Rhythmus und sind gänzlich miteinander verbunden bzw. kommunizieren optimal. D.h. der Nebeneffekt der Beruhigung und Stille ist ein effizienteres, optimaleres, konzentrierter arbeitendes Gehirn.

Der Selbsterfahrungsteil, der vertieft werden kann: Der Klient erfährt über das Durchspielen einer relevanten, konfliktreichen, emotional stressig empfundenen Situation alle damit verbundenen Gefühle (Hoffnungen, Befürchtungen), erkennt hinderliche Widerstände und erfährt förderliche Mechanismen oder Strategien, die er in sein Leben integrieren kann.

Der therapeutische Teil, der erfolgen kann: Soll ein Thema behandelt werden (Symptom, Konflikt, Zustand, Situation) kann das durch kommunikative Interventionen verändert, gemildert oder aufgelöst werden. Dazu eignen sich Refraiming, paradoxe Interventionen, hypothetische Fragen, zirkuläre Fragen, festgefahrene Aufmerksamkeit ablenken u.a. Da das Unbewusste und Bewusste hier nicht in eine Selbstsabotage– Situation kommen, kann eine Intervention oder eine kreative Lösung sanft und erfolgreich sein. Die Methode kann jeder erlernen.

Die größte Offenbarung ist die Stille. Lao Tse